Man muss ja allerhand entscheiden. Auch allerhand, bei dem man sich nicht persönlich dafür entschieden hat, es entscheiden zu müssen. Manches ist banal, anderes ist tiefgreifend. Was man morgens anzieht. Ob man die Mails schon vor dem Frühstück liest. Ob man seinen Tageslaun an den Mitmenschen auslässt. Wem man eine zweite Chance gibt. Ob man Musik hört auf dem Arbeitsweg. Ob man das Kalbsgeschnetzelte bestellt beim Mittagessen, obwohl wieder keine Angabe dabeisteht, woher es kommt. Ob man nach so einem Mittagessen den Kälbern auf der Wiese in die Augen schaut. Ob man die privaten SMS schon in der Arbeitszeit beantwortet. Ob man die Swiss-Covid-App auf dem Telefon installiert. Ob man sich freiwillig in der Quarantäne meldet. Ob man die Etiketten auf den Nahrungsmitteln liest, bevor man einkauft. Ob man die Nachrichten hören oder lesen oder schauen oder ignorieren will. Weiterlesen