Der Kabarettist Gabriel Vetter wurde kürzlich zum Stadt-Land-Graben befragt. Er sagte, in seiner Wahrnehmung spreche man auf dem Dorf eher über Themen, die für den Alltag unmittelbar relevant seien, während man in der Stadt schneller theoretisch und philosophisch werde. Verkürzt: Das Dorf bespricht den konkreten Fall, der in der Nachbarschaft stattfindet. Die Stadt verhandelt die Theorie, nach der man Fälle einordnen müsste. Als Pendler zwischen Stadt und Land leuchtet mir diese These im Grundsatz ein. Weil man im Dorf das Problem einer konkreten Geschichte wahrnimmt, das in der Anonymität der Stadt aber erst relevant wird, wenn es mehrere Fälle betrifft.

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