Kategorie: Kolumnen Frutigländer (Seite 20 von 27)

Heute muss ich mir mal wirklich Unrecht geben- August 2017

Manchmal hört man eine Rede und man denkt: Alles was dieser Mensch sagt, regt mich auf, aber wenn ich mich nicht so aufregen würde, müsste ich ihm eigentlich Recht geben – zumindest teilweise. Oder umgekehrt: Es spricht jemand, den man schätzt für seine Überzeugungen, vielleicht gehört man der gleichen Partei oder Kirche an, und beim Zuhören zuckt so ein Gedanke, dass da gerade das Wichtigste vergessen wird. Aber lassen wir den kritischen Gedanken zu oder unterdrücken wir ihn aus Loyalität?

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Ein Pfui für den Spott, ein Lob auf die Verwirrung – Juni 2017

Kürzlich wurde in der Schweizer Politik über die Rechte der Transgender-Menschen diskutiert. Dabei geht es nicht nur um Fragen der sexuellen Orientierung, sondern auch um Menschen, deren Körper rein biologisch nicht eindeutig weiblich oder männlich sind.  Eine Feierabend-Zeitung hat zu diesem Anlass Politiker wie etwa Erich Hess befragt, ob sie überhaupt wüssten, was Begriffe wie «Intersexuell» oder «Transmensch» bedeuten. Die Antworten darauf waren nicht so überzeugend, was leicht spöttisch festgehalten wurde. Obwohl ich persönlich Erich Hess niemals meine Stimme geben würde, fand ich die Aktion unfair.

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Wählbar unanständig – Dezember 2016

Bern ist fern, das reimt sich. Gölä kann reimen, wettern kann er auch: Wie furchtbar «links» die Schweiz sei, dass sich nur die rechten Politiker um «das Volk» kümmern würden und die linken abgehobene Akademiker seien. Auch bei den rechten Parteivorständen regieren aber schon lange nicht mehr Bauern, geschweige denn «gewöhnlichen» Angestellte. Gölä hat jedoch in einem Punkt Recht: Das Parlament ist kein Querschnitt des Volkes, es besteht aus «Eliten» verschiedenster Prägung, links wie rechts. Zwangsläufig: Für den politischen Aufstieg braucht es meist Finanzen im Rücken und eine gewisse Bildung. Letzteres zum guten Glück, wir wollen ja nicht aus purer Sympathie Leute wählen, die noch weniger wissen als wir. Auch eine Portion Narzissmus gehört zu einem öffentlichen Amt. Wer sich nicht gerne reden hört und ungern vor Leute und Kameras steht, eignet sich kaum. Das schliesst nochmal viele «normale» Menschen aus. Vom Oberland her, auch Göläs Wohnort, kann man es also so sehen: Die dert unde, sy die dert obe, und Bern ist fern.

Mit den Wahlen in den USA stellt sich die Frage neu, was eine wählbare Persönlichkeit ist. Weiterlesen

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