2011 – 2013: Entstehung, Studio, Gestaltung

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Atelierbesuch bei Gefe und seinen noch rohen Skizzen

Schliesslich kam im Herbst auch noch die Gestalterin Julia Ambroschütz ins Team, die für das ganze Material dann die vorliegende, schlichte und klare Form gefunden hat.

Unterdessen war die Musik fertig gemischt, mit viel Liebe zum Detail von Samuel Baur. Oliver Bösch spielte unsere Computerfiles auf richtige Bänder, damit auch diese fertigen Töne einmal den digitalen Raum verlassen durften, und dann ging alles ins Presswerk und in die Druckerei. Ende 2013 war es dann soweit: Ich hielt das erste gedruckte Exemplar in den Händen und konnte mich auf die Reise freuen, die wir nun mit diesen Liedern und Geschichten angetreten haben.

 

 

 

September 2012: Tunesien

Die letzte Reise, die ich gezielt für das Heldelieder-Projekt gemacht habe, führte mich nach Nordafrika. Im Herbst 2012 war die Berichterstattung aus der Region geprägt von den Angriffen auf die amerikanische Botschaft in Lybien und von den Unruhen in den Ländern des „arabischen Frühlings“, gerade auch in Tunis. Von der Schweiz aus gesehen waren zwei Themen im Zusammenhang mit Tunesien prägend: Einerseits die Welle von Flüchtlingen aus der Region, weil sich die Hoffnungslosigkeit dieser „Flucht“ nur langsam als Nachricht in Nordafrika verbreitete. Wie viele andere Länder auch, nimmt die Schweiz keine Wirtschaftsflüchtlinge auf. Andererseits weil in den ersten Wahlen eine religiös geprägte Regierung an die Macht gekommen war. Wie vielerorts in den Staaten des arabischen Frühlings, musste sich auch Tunesien mit der Frage konfrontieren, wessen Revolution es gewesen sei. Nach dem Sturz des Ben Ali-Regimes hatte es sich bald mit den Gemeinsamkeiten der Revolutionäre. Die lange unterdrückten praktizierenden Moslems wollten endlich ihre Religion leben können, und die radikalen Salafisten drängten (und drängen) gar auf einen islamischen Staat. Gleichzeitig freute sich die andere Seite, liberale, europäisch geprägte TunesierInnen, auf eine tatsächlich freiere Gesellschaft: Überall wurden Vereine gegründet, man wollte jetzt auch kontroverse Meinungen vertreten dürfen. Die „Befreiten“ standen sich als neue Fronten gegenüber.

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2003 bis 2013: Osteuropa & Balkan

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Es war von Anfang an klar, dass ich für „Heldelieder“ auch unsere Nachbarn im Osten besser kennenlernen wollte. Inzwischen hat man sich schon ein wenig daran gewöhnt, das viele Nachnamen mit -ic enden, und doch ist es nicht lange her, dass uns eine Partei weissmachen wollte, das Problem der Schweiz sei ein gewisser Ivan S. …

 

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